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FIM-Baukasten

Strukturierte Sammlung von standardisierten FIM-Elementen wie z. B. Datenfeldgruppen, Datenfeldern oder LeiKa-Modulen, aus denen Stamminformationen wie Stammdatenfelder, Stammtexte oder Stammprozesse zusammengestellt werden können. Er dient der redaktionellen Standardisierung von Leistungsbeschreibungen, Formularen und Prozessen. Die FIM-Elemente sind durch eindeutige Schlüsselnummern identifizierbar.

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Bibliothek

Strukturierte Sammlung von Stamminformationen, d.h. Stammtexten, Stammformularen und Stammprozessen. Die Stamminformationen werden eindeutig durch Schlüsselnummern identifiziert. Bezüge zwischen Stamminformationen z. B. zwischen Leistungsbeschreibung, Formular und dem entsprechenden Prozess werden durch den FIM-Ordnungsrahmen abgebildet und durch die Systematik der Schlüsselnummern nachvollziehbar.

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Dezentral

Alle Tätigkeiten und damit verbundene Strukturen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Entsprechend dem Grundverständnis von FIM liegt dieses dezentrale Tätigkeitsspektrum in der alleinigen Zuständigkeit von Bund und Ländern.

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 56, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 28.10.2019

FIM-Ergebnis

Alle Ergebnisse des Projekts FIM die veröffentlicht und den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Die FIM-Ergebnisse umfassen insbesondere alle Bestandteile des FIM-Hauses, also die FIM-Logik, die FIM-Werkzeuge, das FIM-Redaktionsmodell, die FIM-XÖV-Standards, die FIM-Software-Systeme sowie die FIM-Elemente (FIM-Baukastenelemente und FIM-Stamminformationen).

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 56, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Föderal

Funktionen zur Sicherstellung der Anwendung der FIM-Methodik, insbesondere Breithalten der FIM-Infrastruktur und Koordination und Moderation der Zusammenarbeit zwischen Bund und den Ländern im Rahmen des FIM-Redaktionsmodells. FIM-Föderal wird organisatorisch von einer Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM (GK FIM) ausgeübt.

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 56, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 28.10.2019

FIM-Methodik

Grundprinzipien von FIM, also insbesondere die FIM-Logik und das FIM-Redaktionsmodell.

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 58, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 28.10.2019

FIM-Element

Standardisierte Teile von Leistungsbeschreibungen, Datenfeldschemata oder Prozessen wie z. B. Datenfeldgruppen oder Referenzaktivitätengruppen, die zur Erstellung von Stamminformationen genutzt werden. FIM-Elemente können auch direkt für die Erstellung von Formularen, Leistungsbeschreibungen oder Prozessen genutzt werden, auch wenn nicht die Bereitstellung einer Stamminformation als Ziel angestrebt wird. Beispielfälle dafür sind die Erstellung von Formularen für individuelle kommunale Leistungen wie z. B. Familienrabattkarten für reduzierte Eintrittspreise in öffentlichen Einrichtungen.

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 58, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016

FIM-Informationsmanager

Eine im FIM-Redaktionsmodell definierte Rolle, die Grundinformationen zu FIM bereitstellt und das Zusammenwirken von fachlich für das zu digitalisierende Verwaltungsverfahren Zuständigen, FIM-Methodenexperten und Redaktionen organisiert bzw. koordiniert.

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 16, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016

FIM-Inhalte

FIM-Inhalte sind Elemente des FIM-Baukastens (z. B. standardisierte Datenfelder) und Stamminformationen der FIM-Bibliothek (z. B. Stammprozesse).

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 56, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Methodenexperte

Eine im FIM-Redaktionskonzept definierte Rolle, die detaillierte Informationen zur FIM-Methodik und dem Zusammenwirken der FIM-Bausteine, der Arbeitsweise der Redaktionssysteme und diverser Anwendungsfälle bereitstellt.

Damit wird praktisch und organisatorisch bei der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen unter Nachnutzung bereits vorhandener Informationen und ggf. Lösungen unterstützt, in dem die für die zu digitalisierende Verwaltungsleistung  fachlich Zuständigen bei der FIM-methodenkonformen Erstellung und Pflege der FIM-Stamminformationen beraten und begleitet werden.

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 16, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016, Glossar Eintrag v. 27.09.2019

FIM-Nutzer

Nutzt FIM-Inhalte über FIM-Systeme bzw. nachgelagerte Systeme und formuliert ggf. Änderungs- und Erweiterungsbedarfe.

Quelle: Zusammenspiel der FIM-Systeme, Schnittstellen - Anwendungsfälle, Version 0.99a Entwurf, 02.05.2017, Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Redaktionsmodell

Das FIM-Redaktionsmodell definiert Rollen, die verschiedene Aufgaben bei der Anwendung der FIM-Methodik erfüllen müssen und Prozesse, die das Zusammenspiel dieser Aufgaben beschreiben.

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-System für den Baustein Prozesse

Das FIM-System im Baustein Prozesse besteht aus:

  •  einem Prozessmodellierungseditor zur Modellierung von Stammprozessen mit den Elementen aus dem FIM-Prozessbaukasten
  • einem Prozessrepository zur zentralen Ablage und (Versions-) Verwaltung von Prozessklassen

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Werkzeug

FIM-Werkzeuge sind alle Konzepte, Methoden und Standards, die zur Erstellung, Pflege und Nutzung von FIM-Inhalten genutzt werden. Darunter fallen beispielsweise Prozessmodellierungsnotationen (z. B. BPMN), Dokumentenstandards (z. B. OpenDocument), Metadatenstandards, Datenaustauschformate (z. B. XML) oder die Formular- und Leistungsklassifikation.

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Glossar Eintrag v. 01.11.2019

Finanzierungsmodell

Ganzheitliche Darstellung der Finanzbeziehungen und entsprechender -strukturen zwischen Mittelbereitstellern (z.B. IT-Planungsrat) und Mittelempfängern (z.B. GK FIM).

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 16, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016, Glossar Eintrag v. 01.11.2019

Föderales Informationsmanagement (FIM)

Das Föderale Informationsmanagement stellt eine Methodik und Werkzeuge bereit, mit deren Hilfe die Voraussetzungen einer effizienten und effektiven Erstellung und den Betrieb von E-Government-Anwendungen auf allen föderalen Ebenen geschaffen werden. 

Aus einem Baukasten mit standardisierten Einzelelementen (u.a. Datenfelder/-feldgruppen, Prozessaktivitäten, Textmodulen) können in Umsetzung eines Ebenen übergreifenden Redaktionsmodells validierte Stamminformationen durch Bund, Länder und Kommunen erstellt, oder bereits erstellte Stamminformationen nachgenutzt werden. Landes- oder Kommunalrechtliche Spezifika können ergänzt oder ersetzt werden. Auf der Vollzugsebene können die Stamminformationen z.B. im Rahmen der Umsetzung des Online Zugangsgesetzes (OZG) zur Erstellung konkreter Eingabemasken, Antragsprozessen und vollständiger Leistungsbeschreibungen genutzt werden.

In Anlehnung an: IT Planungsrat - Projekte, Anwendungen und Maßnahmen, https://www.it-planungsrat.de/DE/Projekte/Anwendungen/FIM/fim_node.html, abgerufen am 26.09.2019, Glossar Eintrag v. 26.09.2019

FIM-Kataloge

Die drei FIM-Kataloge dienen dazu, Leistungen, Formulare und Prozesse zu erfassen und ihnen eine bundesweit eindeutige Identifikationsnummer zuzuordnen. Zu einem Prozess werden in Prozesskatalog zusätzliche Metadaten, wie z.B. eine einheitliche Bezeichnung erfasst und bilden somit einen Prozesssteckbrief (analoge auch bei Leistungen und Formularen).

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 63, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Logik

Die FIM-Logik bildet den Kern des Harmonisierungskonzepts. In dieser Logik werden die Grundlagen der FIM-Bausteine zusammengeführt: die Struktur der FIM-Bibliothek und des FIM-Baukastens sowie seiner Elemente. Die Verzahnungspunkte der einzelnen Bausteine werden in diesem Kernbereich konzeptioniert und festgelegt.

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Glossar Eintrag v. 01.11.2019