D


Datenfeld

Unter einem (Daten-)Feld wird grundsätzlich die kleinste logische Einheit eines Datensatzes oder eines Formulars zur Datenerfassung verstanden (Stahlknecht, Hasenkamp, 2002).

 

Im Kontext des FIM-Bausteins Formulare bezeichnen Datenfelder die elementaren Bestandteile zur Beschreibung von Stammdatenschemata und stellen einen Typ von Stamminformationen dar. Bei der Definition Datenfeldern werden durch die regulatorisch zuständigen Stellen Name, Definition und ein Identifikationsschlüssel einheitlich vorgegeben. Wertebereiche, Hilfetexte und sonstige Merkmale können auf Vollzugsebene angepasst werden.

 

Typische Kombinationen von Feldern werden zu Feldgruppen zusammengefasst. Kombinationsmöglichkeiten von Feldern und Feldgruppen werden durch Feldregeln abgebildet. Dabei kann ein Feld bzw. eine Feldgruppe in mehreren Stammdatenschemata verwendet werden. Somit kann ein Feld bzw. die damit erhobenen Daten auch in unterschiedlichen Prozessen bzw. Leistungen verwendet werden.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Eintrag v. 01.11.2019

Datenfeldgruppe

Datenfeldgruppen dienen dazu, Datenfelder zu logisch in Beziehung stehenden Gruppen zusammen zu fassen. Datenfeldgruppen beinhalten folglich Datenfelder und ermöglichen gleichzeitig die strukturierte Darstellung von Stammdaten.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Eintrag v. 01.11.2019

Dokumentsteckbrief

Im Kontext des FIM-Bausteins Datenfelder bezeichnen Dokumentsteckbriefe und Stammdatenschemata die elementaren Bestandteile zur Beschreibung von Stammantragsmustern in Rohform und stellen einen Typ von Stamminformationen dar

F


FIM-Baukasten

Strukturierte Sammlung von standardisierten FIM-Elementen wie z. B. Datenfeldgruppen, Datenfeldern oder LeiKa-Modulen, aus denen Stamminformationen wie Stammdatenfelder, Stammtexte oder Stammprozesse zusammengestellt werden können. Er dient der redaktionellen Standardisierung von Leistungsbeschreibungen, Formularen und Prozessen. Die FIM-Elemente sind durch eindeutige Schlüsselnummern identifizierbar.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Bibliothek

Strukturierte Sammlung von Stamminformationen, d.h. Stammtexten, Stammformularen und Stammprozessen. Die Stamminformationen werden eindeutig durch Schlüsselnummern identifiziert. Bezüge zwischen Stamminformationen z. B. zwischen Leistungsbeschreibung, Formular und dem entsprechenden Prozess werden durch den FIM-Ordnungsrahmen abgebildet und durch die Systematik der Schlüsselnummern nachvollziehbar.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Dezentral

Alle Tätigkeiten und damit verbundene Strukturen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Entsprechend dem Grundverständnis von FIM liegt dieses dezentrale Tätigkeitsspektrum in der alleinigen Zuständigkeit von Bund und Ländern.

 

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 56, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 28.10.2019

FIM-Element

Standardisierte Teile von Leistungsbeschreibungen, Datenfeldschemata oder Prozessen wie z. B. Datenfeldgruppen oder Referenzaktivitätengruppen, die zur Erstellung von Stamminformationen genutzt werden. FIM-Elemente können auch direkt für die Erstellung von Formularen, Leistungsbeschreibungen oder Prozessen genutzt werden, auch wenn nicht die Bereitstellung einer Stamminformation als Ziel angestrebt wird. Beispielfälle dafür sind die Erstellung von Formularen für individuelle kommunale Leistungen wie z. B. Familienrabattkarten für reduzierte Eintrittspreise in öffentlichen Einrichtungen.

 

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 58, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016

FIM-Föderal

Funktionen zur Sicherstellung der Anwendung der FIM-Methodik, insbesondere Breithalten der FIM-Infrastruktur und Koordination und Moderation der Zusammenarbeit zwischen Bund und den Ländern im Rahmen des FIM-Redaktionsmodells. FIM-Föderal wird organisatorisch von einer Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM (GK FIM) ausgeübt.

 

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 56, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 28.10.2019

FIM-Informationsmanager

Eine im FIM-Redaktionsmodell definierte Rolle, die Grundinformationen zu FIM bereitstellt und das Zusammenwirken von fachlich für das zu digitalisierende Verwaltungsverfahren Zuständigen, FIM-Methodenexperten und Redaktionen organisiert bzw. koordiniert.

 

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 16, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016

FIM-Inhalte

FIM-Inhalte sind Elemente des FIM-Baukastens (z. B. standardisierte Datenfelder) und Stamminformationen der FIM-Bibliothek (z. B. Stammprozesse).

 

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 56, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Kataloge

Die drei FIM-Kataloge dienen dazu, Leistungen, Formulare und Prozesse zu erfassen und ihnen eine bundesweit eindeutige Identifikationsnummer zuzuordnen. Zu einem Prozess werden in Prozesskatalog zusätzliche Metadaten, wie z.B. eine einheitliche Bezeichnung erfasst und bilden somit einen Prozesssteckbrief (analoge auch bei Leistungen und Formularen).

 

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 63, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Methodenexperte

Eine im FIM-Redaktionskonzept definierte Rolle, die detaillierte Informationen zur FIM-Methodik und dem Zusammenwirken der FIM-Bausteine, der Arbeitsweise der Redaktionssysteme und diverser Anwendungsfälle bereitstellt.

 

Damit wird praktisch und organisatorisch bei der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen unter Nachnutzung bereits vorhandener Informationen und ggf. Lösungen unterstützt, in dem die für die zu digitalisierende Verwaltungsleistung fachlich Zuständigen bei der FIM-methodenkonformen Erstellung und Pflege der FIM-Stamminformationen beraten und begleitet werden.

 

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 16, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016, Glossar Eintrag v. 27.09.2019

FIM-Methodik

Standardisierte Teile von Leistungsbeschreibungen, Datenfeldschemata oder Prozessen wie z. B. Datenfeldgruppen oder Referenzaktivitätengruppen, die zur Erstellung von Stamminformationen genutzt werden. FIM-Elemente können auch direkt für die Erstellung von Formularen, Leistungsbeschreibungen oder Prozessen genutzt werden, auch wenn nicht die Bereitstellung einer Stamminformation als Ziel angestrebt wird. Beispielfälle dafür sind die Erstellung von Formularen für individuelle kommunale Leistungen wie z. B. Familienrabattkarten für reduzierte Eintrittspreise in öffentlichen Einrichtungen.

 

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 58, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016

FIM-Nutzer

Nutzt FIM-Inhalte über FIM-Systeme bzw. nachgelagerte Systeme und formuliert ggf. Änderungs- und Erweiterungsbedarfe.

 

Quelle: Zusammenspiel der FIM-Systeme, Schnittstellen - Anwendungsfälle, Version 0.99a Entwurf, 02.05.2017, Glossar Eintrag v. 01.11.2019

FIM-Portal

Webseite (Veröffentlichungsplattform), über die die zentralen Repositorys eingesehen werden können (www.fimportal.de). Über das FIM-Portal ist nach Login der Download von freigegebenen FIM-Stammtexten, -Stammprozesse und –Stammdatenschemata möglich.

 

Quelle: Foliensatz "Anwendung der FIM-Methodik im Digitalisierungsprogramm des IT-Planungsrats zur OZG-Umsetzung", Stand: November 2019, Glossar Eintrag v. 22.11.2019

FIM-Redaktionskonzept

Das FIM-Redaktionskonzept definiert Rollen, die bei der Erstellung und Pflege der FIM-Stamminformationen für verschiedene Tätigkeiten zuständig sind. Das FIM-Redaktionskonzept beschreibt zudem in sogenannten Redaktionsmodellen (Prozessen) das konkrete Zusammenspiel dieser Rollen und Tätigkeiten.

 

Quelle: GK FIM

FIM-Redaktionssystem

Das bausteinspezifische FIM-Redaktionssystem besteht aus einem Editor zur Erstellung der bausteinspezifischen Inhalte

einem Repository zur zentralen Ablage und (Versions-) Verwaltung der bausteinspezifischen Inhalte

Quelle: GK FIM

FIM-Werkzeug

FIM-Werkzeuge sind alle Konzepte, Methoden und Standards, die zur Erstellung, Pflege und Nutzung von FIM-Inhalten genutzt werden. Darunter fallen beispielsweise Prozessmodellierungsnotationen (z. B. BPMN), Dokumentenstandards (z. B. OpenDocument), Metadatenstandards, Datenaustauschformate (z. B. XML) oder die Formular- und Leistungsklassifikation.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Glossar Eintrag v. 01.11.2019

Föderales Informationsmanagement (FIM)

FIM liefert nach dem Baukastenprinzip standardisierte Informationen für Verwaltungsleistungen (z. B. Antrags- und Anzeigeverfahren). Für Behörden auf allen Verwaltungsebenen sind diese Informationen direkt nutzbar. Der Vorteil: Die mühsame Erhebung dieser Informationen entfällt. Zudem können die einzelnen Behörden sicher sein, dass die Informationen korrekt sind und juristisch geprüft wurden. Ein Redaktionssystem sorgt dafür, dass die Informationen immer auf dem aktuellsten Stand sind.

G


Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM (GK FIM)

Der fachlichen Weisung des Vorsitzes der Fachgruppe FIM unterliegendes Gremium, das die strategischen und Grundsatzfragen bearbeitet sowie die Pflege/Qualitätssicherung der Bibliotheken und den Betrieb, die Entwicklung und die Pflege der Baukästen bzw. Kataloge für Stammtexte, Stammprozesse und Stammdatenfelder einschließlich der übrigen Inhalte von FIM verantwortet.

 

Quelle: Geschäftsordnung Fachgruppe „Föderales Informationsmanagement“ (FG FIM)

Gold/Silber

Der Gold-Silber-Status stellt ein mehrstufiges Qualitätssicherungssystem dar, das es gestattet, FIM-Stamminformationen von einer anderen als der auf rechtsetzender Ebene verantwortlichen Stelle erstellen zu lassen. Diese FIM-Stamminformationen werden z. B. zunächst mit dem zuständigen Landes-Fachressort qualitätsgesichert und danach in den Repositorys der FIM-Bausteine bereitgestellt. (durch Import in die FIM-Bundes-Repositorys).

 

Quelle: Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM

I


Information über und Benachrichtigung zu Veränderungen in den FIM-Repositorys

Über neue, veränderte und gelöschte Verwaltungsleistungen wird über das FIM-Portal informiert (reaktiv mit Hilfe von abonierbaren RSS-Feeds). Plant ein Vorhaben die Beschreibung einer Verwaltungsleistung, werden alle Teilnehmer benachrichtigt. Die Benachrichtigung verhindert Doppelarbeiten und Redundanzen.

 

Quelle: Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM

K


Kooperationspartner

Länder, die in einer gemeinsamen Kooperation die GK FIM realisieren.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Glossar Eintrag v. 01.11.2019

L


LeiKa-Schlüssel

Zentrales Referenzierungsmerkmal jeder erfassten Leistung.

 

Quelle: Handbuch - LeiKa-plus - Version 1.3, Stand: 27.05.2014; Glossar Eintrag v. 01.11.2019

Leistung

Die Leistungen des LeiKa wurden im Rahmen der 2. Sitzung der ehemaligen Redaktionsgruppe LeiKa am 30.09.2009 wie folgt definiert: „Mit dem Begriff Leistungen wird das Handeln der öffentlichen Verwaltung bezeichnet, das nach außen gerichtet ist und auf das die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft sowie freie oder gemeinnützige Träger einen Anspruch haben oder das aufgrund öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen genutzt oder geduldet werden muss.“

 

Quelle: Handbuch - LeiKa plus -, Version 1.3, Stand: 27.05.2014, Glossar Eintrag v. 01.11.2019

Leistungen der Länder und Kommunen

Neben den auf Bundesrecht beruhenden Veraltungsleistungen werden auch die auf Landes- und kommunalem Satzungsrecht beruhenden Verwaltungsleistungen in FIM beschrieben und zur Nachnutzung in öffentlich zugänglichen Verzeichnissen (Repositorys) veröffentlicht bzw. ausgetauscht.

 

Quelle: Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM

Leistungsbündel

FIM beschreibt eine Verwaltungsleistung immer als ein Bündel aus Stammtext, Stammprozess und Stammdatenschema, den sogenannten FIM-Stamminformationen.

 

Quelle: Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM

N


Nachnutzung von FIM-Informationen durch Ersetzung und Ergänzung

Stamminformationen, d. h. die Inhalte von Stammtexten, Stammprozessen und Stammdatenfeldern, können Verwaltungsebenen übergreifend durch für den Vollzug Verantwortliche ergänzt bzw. ersetzt werden. Zum Zweck der Ersetzung wird eine Kopie der Ausgangs-FIM-Stamminformationen auf der Ebene, auf der die Ersetzung wirkt, durch die für diese Ebene Verantwortlichen erzeugt. Das ursprüngliche FIM-Leistungskonvolut bleibt unverändert erhalten.

 

Quelle: Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM

O


OZG-Referenzinformationen

OZG-Referenzinformationen stellen eine nutzerfreundliche Zielvision für die digitale Inanspruchnahme einer Leistung dar. Sie können den aktuellen Rechtsrahmen überschreiten, basieren auf den FIM-Stamminformationen und umfassen OZG-Referenzprozesse und OZG-Referenzdatenschemata.

 

Quelle: Foliensatz "Anwendung der FIM-Methodik im Digitalisierungsprogramm des IT-Planungsrats zur OZG-Umsetzung", Stand: November 2019, Glossar Eintrag v. 22.11.2019

P


Prozess

Prozesse sind Verwaltungsabläufe, die von bestimmten Personen(gruppen) in einer sich wiederholenden Reihenfolge unter bestimmten Vorgaben (z. B. Rechts- und Verwaltungsvorschriften etc.) und unter Nutzung von Hilfsmitteln (z. B. IT-Unterstützung, Formulare etc.) bearbeitet werden. In Betracht kommen sowohl verwaltungsinterne Prozesse als auch solche mit Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern oder Unternehmen. Der Begriff des Verwaltungsablaufs umfasst zugleich auch Verwaltungsverfahren gemäß § 9 VwVfG. (Vgl. Minikommentar zum Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften, S. 28)

 

Prozesse bilden zusammen mit Leistungen und Formularen die drei Bausteine der FIM-Anwendung.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017); Glossar Eintrag v. 01.11.2019

Prozesskette

Eine Prozesskette ist eine konkrete Vorgänger-Nachfolger-Beziehung zwischen Prozessklassen innerhalb von Prozessnetzen. Die jeweilige Handlungsform der Prozessklasse kann Einfluss auf die möglichen nachfolgenden Prozessklassen haben.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017)

Prozessmuster

Der FIM-Prozessbaukasten stellt für allgemeine, wiederverwendbare bzw. übertragbare Verwaltungsabläufe vorgefertigte Prozessmuster zur Verfügung.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017)

Prozessnetz

Ein Prozessnetz stellt die Wechselbeziehung und Abhängigkeiten zwischen Prozessklassen innerhalb einer Leistungsbündels dar (FIM-Prozesskatalog-Ebene 3). Es können mehrere Prozessnetze in einem Leistungsbündel vorkommen. Im FIM-Kontext ist die Modellierung von Prozessnetzen optional. Ein Prozessnetz kann mit der BPMN 2.0 Modellierungssprache erstellt werden und über das BPMN 2.0 Austauschformat zwischen den Prozessmodellierungstools ausgetauscht werden. Alternativ kann das Prozessnetz auch z. B. in Form einer Prozesslandkarte dargestellt werden.

 

Quelle: FIM Baustein Prozesse - Fachkonzept (Version 01.00 - Stand 06. November 2017)

R


Redaktionssystem

Ein Redaktionssystem kombiniert die Funktionalitäten eines Repositorys und eines Editors und reichert diese üblicherweise um weitere Workflow-Funktionalitäten an.

 

Quelle: Foliensatz "Anwendung der FIM-Methodik im Digitalisierungsprogramm des IT-Planungsrats zur OZG-Umsetzung", Stand: November 2019, Glossar Eintrag v. 22.11.2019

Referenz-Aktivitätengruppe

In einem Stammprozess fasst eine Aktivitätengruppe gemäß dem geforderten Abstraktionsniveau verschiedene Aktivitäten zusammen. Referenz-Aktivitätengruppen sind die standardisierten Bauelemente des Prozessbaukastens aus dem Aktivitätengruppen abgeleitet werden.

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 63, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016,Glossar Eintrag v. 28.10.2019

Repository

Ein FIM-bausteinspezifisches Datenbanksystem, in dem die von der Fachexpertise bereitgestellten Informationen ggf. redaktionell bearbeitet und gespeichert werden.

 

Die Inhalte gliedern sich in einen Katalog und den einzelnen Katalogeinträgen zugeordneten Bibliotheken von Stamminformationen.

 

Quelle: FIM-Feinkonzept, Version 1.0 b F, S. 58, Stand 05.10.2016, beschlossen am 13.10.2016

S


Stammdatenschema

Im Kontext des FIM-Bausteins Datenfelder bezeichnen Datenfeldsteckbriefe und Stammdatenschemata die elementaren Bestandteile zur Beschreibung von Stammantragsmustern in Rohform und stellen einen Typ von Stamminformationen dar.

Stamminformation

Stamminformationen (hier enthalten sind Stammtexte, Stammdatenfelder und Stammprozesse) werden im Kontext von FIM als standardisierte Basisbestandteile von Formularen bzw. Beschreibungen von Prozessen und Leistungen betrachtet. Sie werden, wenn es sich um den Gold-Status handelt, von der auf rechtsetzender Ebene zuständigen Verwaltungsstelle im Rahmen einer Normenanalyse auf Basis der aktuellen Rechtsgrundlage erstellt. Die Stamminformationen werden auf die Einhaltung gemeinsamer Qualitätskriterien hin geprüft und im weiteren Verlauf auf Landes- und Kommunalebene bis zu ihrer endgültigen Fertigstellung weiter konkretisiert.

 

Auf der Vollzugsebene werden Stamminformationen verwendet, kombiniert und ggf. um individuelle Bestandteile ergänzt, um konkrete Instanzen von der Beschreibungen von Leistungen, Formularen und Prozessen zu erstellen. Stamminformationen dienen so als standardisierte Referenz für alle konkretisierten Instanzen auf Vollzugsebene.

 

Quelle: Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM, Glossar Eintrag v. 28.10.2019

System eines Bausteins

Eigenständiges System in jeweils einem Baustein Leistungen, Datenfelder, Prozesse und Querschnitt, welches aus einem Editor und einem Repository besteht. Das Gesamtsystem FIM besteht entsprechend aus den fachlichen Systemen für die Bausteine Leistungen, Datenfelder und Prozesse und einer Anwendung, die als „FIM-Portal“ bezeichnet wird.

 

Quelle: Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM

V


Veröffentlichung und Austausch

Die Metadaten der Stammtexte, Stammprozesse und Stammdatenschemata werden über das FIM-Portal im Ergebnis entsprechender Suchanfragen veröffentlicht. Die eigentlichen Inhaltsdaten der Stammtexte, Stammprozesse und Stammdatenschemata werden mit Maschine-zu- Maschine-Kommunikation über XÖV-Standard-Schnittstellen zwischen den Repositorys ausgetauscht. Der Austausch der Inhaltsdaten erfolgt zwischen Kommunen oder zwischen Ländern (Heterarchie) und von den Kommunen zum Land und von den Ländern zum Bund (Hierarchie).

 

Quelle: Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM

Z


Zuschittsindikator

Ein Zuschnittsindikator in der FIM-Normenanalyse ist ein Anhaltspunkt, an welcher Stelle ein Prozess/eine Leistungsverrichtung beginnt und an welcher Stelle der Prozess/die Leistungsverrichtung endet. Die konsequente Anwendung festgelegter Zuschnittsindikatoren ermöglicht einen einheitlichen und vergleichbaren Prozess- und Leistungszuschnitt.

 

Quelle: FIM-Baustein Prozesse